WINDSPIELE

150926_Windspiele 700-400Neben der Sonne lässt sich auch der Wind zur Energiegewinnung nutzen und von privaten Haushalten in Strom umwandeln. Sinnvoll ist dies allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen. Der Standort muss stimmen und es muss genügend Wind wehen. Ergänzend zum Solarstrom ist ein kleine Windrad eine mögliche Ergänzung, da über das ganze Jahr Strom erzeugt werden kann; in Windstarken Herbst und Winter sowie auch nachts.

Sinn macht dies allerdings weitestgehendst nur, wenn der erzeugte Strom für den Eigenverbrauch benutzt wird.

 

Kleinwindanlagen sind allerdings noch relativ teuer im Gegensatz zu Solarstromanlagen. Pro KW installierter Leistung kostet sie zwischen 3.000 € und 8.000 €, eine Solarstromanlage rund 1.500-2.500€. Die geringere Einspeisungsvergütung pro Kilowattstunde (ca.) lässt den Selbstverbrauch im Vordergrund stehen.

Für private Nutzer ist eine Erwirtschaftung einer Rendite mit einer Kleinwindkraftanlage in den meisten Fällen nicht möglich. Für Gewerbebetriebe mit hohem Stromverbrauch in einer windstarken Lage kann sich der Betrieb allerdings lohnen.

 

Dennoch muss man heute keine Angst haben, dass Wohngebiete künftig zu Windparks umgestaltet werden, da ein Grundstück inmitten eines Wohngebiets meist nicht geeignet ist. Kleinwindkraftanlagen machen nur dort wirklich Sinn, wo der Wind frei auf den Rotor strömen kann. Hindernisse in Form von Bäumen und Gebäuden führen zu Verwirbelungen. Aussichtsreiche Standorte für Kleinwindanlagen sind vor allem Grundstücke in freien Lagen oder in Höhenlagen, mitunter noch in Randlagen.

 

Ob das eigene Haus/Grundstück sich als Lage für eine Anlage eignet, kann man mit Windmessgeräten herausfinden. Diese kosten ab 350€ aufwärts und sollten über mehrere Monate die Windverhältnisse messen.

 

Kleinwindkraftanlagen auf Dächern sind mit Vorsicht zu genießen. Problematisch können zum einen Körperschallübertragungen sein, die durch den drehenden Rotor verursacht werden. Ebenso herrschen direkt über dem Gebäudekörper Windturbulenzen, die vom Rotor der Windanlage nur unzureichend verwertet werden können. Die Installation auf einem Mast neben dem Haus wäre hier vorzuziehen, wenn der Platz vorhanden ist.

 

Jedoch sollte in jedem Fall das Bauamt vorher konsultiert werden, sodass bei der Erteilung einer evtl notwendigen Genehmigung (abhängig vom Bundesland) weniger Probleme entstehen. Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, sollten hier vorher die Nachbarn mit involviert werden. So können Sorgen und falsche Annahmen über Kleinwindkraftanlagen vorgebeugt werden.

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