Immobilie als Kapitalanlage

Wer eine Immobilie als Altersvorsorge kaufen möchte, sollte sich über flexible Finanzierungsmodelle Gedanken machen. Ob die Immobilie selbst genutzt oder vermietet wird, ist eine persönliche Entscheidung, die auch von den finanziellen Mitteln abhängt. Aber in beiden Fällen sollte der Käufer die Risiken kennen.
 
Für selbstgenutzte Immobilien zahlt man zwar keine Miete, man muss aber die Nebenkosten ein Leben lang begleichen. Rücklagen für Instandhaltungen und Modernisierungen sollten rechtzeitig gebildet werden. Denn wenn die Immobilie schuldenfrei ist, ist sie meist auch in einem Alter, in dem teure Reparaturen etwa am Dach anfallen können.
 
Ob ein vermietetes Objekt als Altersvorsorge taugt, hängt vor allem von seiner Lage ab. Ein Objekt muss sich vermieten lassen, so dass mit monatlichen Einkünften gerechnet werden kann. Neben der Lage sind Größe der Wohnung, Ausstattung und gesellschaftliche Umgebung ebenfalls wichtige Aspekte.
Vermieter brauchen ebenfalls finanzielle Reserven für die Instandhaltung des Objektes. Der Vorteil hier allerdings ist, dass es mehr Möglichkeiten gibt, Aufwendungen für Anschaffungen, Darlehen oder Renovierungen steuerlich geltend zu machen. Beispielsweise kann ein Kaufpreis gestaffelt von der Steuer abgeschrieben werden. Darüber hinaus können Vermieter etwa Modernisierungskosten, die den Wohnwert steigern, auf den Mieter umlegen.
 
Auch Selbstnutzer genießen viele Vorteile. Über Umbauten und Modernisierungen können selbst entschieden werden, erleben keine Mieterhöhung und müssen keine Angst vor Kündigungen haben. Und der wichtigste Punkt, der für die meisten für einen Kauf zu einer selbstgenutzten Immobilie zählt, ist die mietfreie Wohnung im hohen Alter.
 
Damit die Kalkulation allerdings aufgeht, ist wichtig, auch an zusätzliche Nebenkosten, bspw. Für Maklerprovision, Notargebühren, Grunderwerbssteuer in Höhe von 10-15 Prozent zu denken und mit einzukalkulieren. Das Eigenkapital sollte ungefähr bei 20-30 Prozent betragen. Eine angemessene Tilgung, in Bezug auf das monatliche Einkommen inkl. eventueller Ausfälle von Gehältern, sollte mit der Bank vereinbart werden. Dabei sollten Kreditnehmer mehrmals die Höhe der Tilgung anpassen können, damit sie auf unerwartete Ereignisse reagieren können.
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