Frischluft nach Plan! – Lüftungskonzept für Neu- und Bestandsbauten Teil 2/3

Lüftungsanlage schon bei der Planung berücksichtigen

 

In einem Vier-Personen-Haushalt fallen täglich bis zu elf Liter Wasser in der Raumluft an. Würden sie über längere Zeit im Inneren bleiben, droht Gefahr der Schimmelbildung. Alle zwei Stunden für fünf Minuten die Fenster zu öffnen, wäre den Bewohnern jedoch nicht zuzumuten. Die Lösung ist eine Wohnraumlüftung, die kontinuierlich den Abtransport feuchter Luft sichert. Wichtig ist, dass das nutzerunabhängig, also auch bei Abwesenheit der Bewohner geschieht.

 

Bauherren sind gut beraten, die Lüftungsanlage schon bei der Planung des Neubaus zu berücksichtigen, denn dann sind die Montagekosten wesentlich geringer als bei einer Nachrüstung. Die Lüftungsrohre werden schon im Rohbau in den Estrich, in die abgehängte Decke oder Beton verlegt. Aber nicht jeder braucht eine Lüftungsanlage. Ob sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig ist, ist bei Ihrem Architekten, Energieberater oder Fachplaner anzufragen.

 

Je nach Ergebnis der Berechnungen, erarbeiten die Fachleute ein Lüftungskonzept für das Gebäude. Es enthält Vorschläge, mit welcher Lüftungstechnik die Bewohner be- und entlüften sollten, um die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.

Mitunter reichen schon einfache Einbauten wie Fensterfalzlüfter, um genügend frische Luft hineinzubringen. Sie werden in die Gummilippen der Fenster eingesetzt und lassen die Außenluft in die Zimmer.

Frischluft nach Plan! – Lüftungskonzept für Neu- und Bestandsbauten Teil 2/3